Warum das Profil oft wichtiger ist als die Website
Wer „Elektriker Langenfeld“ sucht, sieht zuerst eine Karte mit drei Betrieben und erst darunter die Websites. Wer in diesen drei Plätzen steht, bekommt den Großteil der Anrufe. Für viele Handwerksbetriebe ist das Profil deshalb der wichtigste einzelne Eintrag im Netz.
Die Hauptkategorie zuerst
Die Hauptkategorie hat den größten Einfluss darauf, für welche Suchen Sie auftauchen. Sie sollte so genau wie möglich sein: „Elektroinstallateur“ statt „Bauunternehmen“, „Steuerberater“ statt „Beratung“. Weitere Kategorien sind als Ergänzung erlaubt, aber nur für Leistungen, die Sie wirklich anbieten.
Ein Fehler, den ich oft sehe: Die Kategorie wurde beim Anlegen vor Jahren grob gewählt und nie wieder angefasst.
Name, Adresse, Telefon – überall gleich
Google gleicht Ihre Angaben mit Ihrer Website und mit Verzeichnissen wie Das Örtliche, Gelbe Seiten oder 11880 ab. Steht irgendwo noch die alte Telefonnummer oder „Str.“ statt „Straße“, ist das kein Weltuntergang, aber ein Minuspunkt beim Vertrauen. Einmal alle Einträge durchgehen lohnt sich.
Auf der Website sollten Name, Adresse und Telefon zeichengenau so stehen wie im Profil, idealerweise auch maschinenlesbar als strukturierte Daten.
Bewertungen: Menge, Regelmäßigkeit, Antworten
Zwanzig Bewertungen aus den letzten zwei Jahren wirken stärker als fünfzig, die alle 2019 kamen. Am einfachsten ist ein fester Moment im Ablauf: Nach der Rechnung geht ein kurzer Link raus, oder auf der Rechnung steht ein QR-Code.
Jede Bewertung bekommt eine Antwort, auch die guten. Bei schlechten gilt: sachlich, ohne Schuldzuweisung, mit Angebot zur Klärung. Gekaufte oder selbst geschriebene Bewertungen verstoßen gegen Googles Richtlinien und können zur Sperrung führen.
Was zur Sperrung führt
Diese Dinge sehe ich bei Mitbewerbern regelmäßig, und sie gehen eine Weile gut:
- Schlüsselwörter im Firmennamen, etwa „Müller Elektro – Elektriker Langenfeld Notdienst 24h“
- Adressen von Coworking-Spaces oder virtuellen Büros ohne echte Präsenz
- Mehrere Profile für denselben Betrieb, um mehr Fläche auf der Karte zu bekommen
- Gekaufte Bewertungen
Fotos, Leistungen, Beiträge
Echte Fotos von Team, Fahrzeugen, Werkstatt und Arbeiten wirken besser als Archivbilder. Unter „Leistungen“ lassen sich einzelne Angebote mit kurzer Beschreibung eintragen – nutzen Sie dort die Begriffe, unter denen Kunden suchen. Beiträge sind kein Ranking-Wunder, zeigen aber, dass der Betrieb lebt. Einer im Monat reicht.
Und die Website?
Das Profil verlinkt auf Ihre Website, und Google schaut dort nach, ob die Angaben zusammenpassen. Eine eigene Seite pro Leistung und, wenn Sie in mehreren Orten arbeiten, pro Ort mit echtem lokalem Bezug, stützt das Profil. Seiten, die nur den Ortsnamen austauschen, bewertet Google dagegen als dünnen Inhalt.