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Ratgeber

Google-Unternehmensprofil optimieren: was wirklich zählt

Für die lokale Suche zählen beim Google-Unternehmensprofil vor allem drei Dinge, die Google selbst nennt: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Praktisch heißt das: die richtige Hauptkategorie, vollständige und korrekte Angaben, regelmäßige echte Bewertungen mit Antworten und eine Website, die zu den Angaben passt. Schlüsselwörter im Firmennamen bringen kurzfristig etwas und riskieren die Sperrung.

Yusuf Senel · Aktualisiert: · 6 Min. Lesezeit

Warum das Profil oft wichtiger ist als die Website

Wer „Elektriker Langenfeld“ sucht, sieht zuerst eine Karte mit drei Betrieben und erst darunter die Websites. Wer in diesen drei Plätzen steht, bekommt den Großteil der Anrufe. Für viele Handwerksbetriebe ist das Profil deshalb der wichtigste einzelne Eintrag im Netz.

Die Hauptkategorie zuerst

Die Hauptkategorie hat den größten Einfluss darauf, für welche Suchen Sie auftauchen. Sie sollte so genau wie möglich sein: „Elektroinstallateur“ statt „Bauunternehmen“, „Steuerberater“ statt „Beratung“. Weitere Kategorien sind als Ergänzung erlaubt, aber nur für Leistungen, die Sie wirklich anbieten.

Ein Fehler, den ich oft sehe: Die Kategorie wurde beim Anlegen vor Jahren grob gewählt und nie wieder angefasst.

Name, Adresse, Telefon – überall gleich

Google gleicht Ihre Angaben mit Ihrer Website und mit Verzeichnissen wie Das Örtliche, Gelbe Seiten oder 11880 ab. Steht irgendwo noch die alte Telefonnummer oder „Str.“ statt „Straße“, ist das kein Weltuntergang, aber ein Minuspunkt beim Vertrauen. Einmal alle Einträge durchgehen lohnt sich.

Auf der Website sollten Name, Adresse und Telefon zeichengenau so stehen wie im Profil, idealerweise auch maschinenlesbar als strukturierte Daten.

Bewertungen: Menge, Regelmäßigkeit, Antworten

Zwanzig Bewertungen aus den letzten zwei Jahren wirken stärker als fünfzig, die alle 2019 kamen. Am einfachsten ist ein fester Moment im Ablauf: Nach der Rechnung geht ein kurzer Link raus, oder auf der Rechnung steht ein QR-Code.

Jede Bewertung bekommt eine Antwort, auch die guten. Bei schlechten gilt: sachlich, ohne Schuldzuweisung, mit Angebot zur Klärung. Gekaufte oder selbst geschriebene Bewertungen verstoßen gegen Googles Richtlinien und können zur Sperrung führen.

Was zur Sperrung führt

Diese Dinge sehe ich bei Mitbewerbern regelmäßig, und sie gehen eine Weile gut:

  • Schlüsselwörter im Firmennamen, etwa „Müller Elektro – Elektriker Langenfeld Notdienst 24h“
  • Adressen von Coworking-Spaces oder virtuellen Büros ohne echte Präsenz
  • Mehrere Profile für denselben Betrieb, um mehr Fläche auf der Karte zu bekommen
  • Gekaufte Bewertungen

Fotos, Leistungen, Beiträge

Echte Fotos von Team, Fahrzeugen, Werkstatt und Arbeiten wirken besser als Archivbilder. Unter „Leistungen“ lassen sich einzelne Angebote mit kurzer Beschreibung eintragen – nutzen Sie dort die Begriffe, unter denen Kunden suchen. Beiträge sind kein Ranking-Wunder, zeigen aber, dass der Betrieb lebt. Einer im Monat reicht.

Und die Website?

Das Profil verlinkt auf Ihre Website, und Google schaut dort nach, ob die Angaben zusammenpassen. Eine eigene Seite pro Leistung und, wenn Sie in mehreren Orten arbeiten, pro Ort mit echtem lokalem Bezug, stützt das Profil. Seiten, die nur den Ortsnamen austauschen, bewertet Google dagegen als dünnen Inhalt.

Fragen

Häufige Fragen

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?

Nein, das Profil ist kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn Sie Pflege oder Anzeigen von jemandem machen lassen.

Wie lange dauert es, bis Änderungen wirken?

Angaben wie Öffnungszeiten sind meist innerhalb von Tagen sichtbar. Bis sich die Position in der lokalen Suche spürbar verändert, vergehen oft einige Wochen.

Was mache ich gegen eine unfaire Bewertung?

Sachlich öffentlich antworten und, wenn sie gegen Googles Richtlinien verstößt – etwa weil sie gar nicht von einem Kunden stammt –, über das Profil melden. Löschen lassen sich ehrliche schlechte Bewertungen nicht.

Kann ich ein Profil ohne Ladenlokal haben?

Ja, als Betrieb mit Einzugsgebiet. Die Adresse wird dann ausgeblendet und stattdessen das Gebiet angegeben, in dem Sie arbeiten.

Klingt das nach Ihrem Vorhaben?

Ein kurzes Gespräch reicht, um zu klären, was sinnvoll ist und was es ungefähr kostet. Danach entscheiden Sie in Ruhe.

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