Freelancer, Agentur oder Einzelunternehmer?
Eine Agentur hat mehrere Leute für Gestaltung, Technik und Projektleitung und ist breiter aufgestellt. Dafür zahlen Sie Büro, Vertrieb und Abstimmung mit, und Ihr Ansprechpartner ist selten der, der baut. Ein Freelancer oder Einzelunternehmer ist günstiger und direkter, Sie sprechen mit dem, der die Arbeit macht. Das Risiko liegt in der Abhängigkeit von einer Person.
Ich arbeite selbst als Einzelunternehmer, und dieses Risiko ist real. Fragen Sie deshalb jeden, was passiert, wenn er ausfällt: Laufen Domain, Hosting und Zugänge auf Sie? Bekommen Sie alles, um jemand anderen beauftragen zu können?
Was kostet ein Webdesigner pro Stunde?
Agenturen liegen üblicherweise bei 100 bis 180 € pro Stunde. Bei Freelancern schwankt es stark, je nach Erfahrung und Region. Mein Stundensatz liegt bei 65 €. Wichtiger als der Stundensatz ist aber, ob Sie einen festen Preis für das Projekt bekommen – dann tragen nicht Sie das Risiko, wenn es länger dauert.
Woran erkenne ich gute Arbeit?
Schauen Sie sich Referenzen live an, nicht nur als Bild:
- Laden die Seiten auf dem Handy schnell? Google PageSpeed Insights zeigt es in einer Minute
- Findet man die Betriebe bei Google unter dem, was sie anbieten, nicht nur unter dem Firmennamen?
- Sind Telefonnummer und Kontakt auf dem Handy mit einem Tippen erreichbar?
- Rufen Sie einen Referenzkunden an und fragen Sie, wie die Zusammenarbeit war
Welche Fragen sollte ich vor der Beauftragung stellen?
Diese Fragen trennen schnell, wer sorgfältig arbeitet:
- Auf wen werden Domain und Hosting registriert?
- Was genau ist im Preis enthalten, und was kostet extra?
- Wie viele Korrekturrunden gibt es?
- Wer schreibt die Texte, wer liefert die Bilder?
- Was kostet der Betrieb danach im Monat, und kann ich jederzeit wechseln?
- Kann ich Inhalte selbst ändern, und wenn nicht, was kostet eine Änderung?
Welche Warnzeichen gibt es?
Vorsicht bei Versprechen wie „Platz 1 bei Google garantiert“ – das kann niemand seriös zusagen. Ebenso bei Domains, die auf den Dienstleister registriert werden, bei Verträgen mit langer Mindestlaufzeit für eine einfache Website und bei Preisen, die ohne ein einziges Gespräch feststehen. Ein Festpreis ist gut, ein Festpreis ohne Kenntnis Ihres Vorhabens ist geraten.
Was sollte ich vor dem ersten Gespräch vorbereiten?
Kein Pflichtenheft, aber ein paar Antworten machen das Gespräch deutlich ergiebiger:
- Was soll die Website erreichen: Anrufe, Anfragen, Verkäufe, Bewerbungen?
- Wer sind Ihre Kunden, und wonach suchen sie?
- Zwei, drei Websites, die Ihnen gefallen, und warum
- Was es schon gibt: Domain, Logo, Texte, Fotos
- Ein ungefährer Budgetrahmen und ein Wunschtermin