Zum Inhalt springen
Log-StudioStartseite
← Alle Artikel
Ratgeber

n8n, Make oder Zapier? Der Vergleich für Unternehmen

Zapier ist am einfachsten und hat die meisten fertigen Anbindungen, wird bei vielen Ausführungen aber teuer. Make ist günstiger und für verzweigte Abläufe besser geeignet. n8n ist am flexibelsten, lässt sich selbst hosten und rechnet dann nicht pro Ausführung ab – die beste Wahl bei viel Volumen, sensiblen Daten oder KI-Abläufen.

Yusuf Senel · Aktualisiert: · 6 Min. Lesezeit

Die drei im Überblick

Alle drei verbinden Programme miteinander: Wenn in System A etwas passiert, wird in System B etwas ausgelöst. Sie unterscheiden sich darin, wie man Abläufe baut, wie abgerechnet wird und wo die Daten verarbeitet werden.

  • Zapier: sehr einsteigerfreundlich, riesige Auswahl an Anbindungen, Abrechnung nach „Tasks“ (jeder erfolgreich ausgeführte Aktionsschritt zählt, der Auslöser nicht)
  • Make: visueller Baukasten für verzweigte Abläufe, Abrechnung seit 2025 in Credits (meist ein Credit pro ausgeführtem Modul, KI-Module mehr), günstiger als Zapier bei gleichem Volumen
  • n8n: aus Berlin, visuell und zugleich programmierbar, Cloud-Version mit Abrechnung pro Ausführung eines ganzen Workflows, selbst gehostet ohne Gebühr pro Ausführung

Was kostet was?

Entscheidend ist das Abrechnungsmodell. Bei Zapier zählt jeder ausgeführte Aktionsschritt eines Ablaufs, bei Make jedes ausgeführte Modul. Ein Ablauf mit zehn Schritten, der tausendmal im Monat läuft, verbraucht also rund zehntausend Einheiten. n8n Cloud zählt dagegen die Ausführung des ganzen Workflows, egal wie viele Schritte er hat – und selbst gehostet fallen nur die Serverkosten an, meist 10 bis 30 € im Monat.

Faustregel: Wenige einfache Abläufe sind bei Zapier oder Make am günstigsten, weil kein Server betreut werden muss. Ab einigen tausend Ausführungen im Monat oder bei langen Abläufen ist selbst gehostetes n8n fast immer günstiger.

Welches Tool ist DSGVO-freundlicher?

Zapier verarbeitet Daten in den USA, Make bietet Rechenzentren in der EU an. n8n lässt sich komplett auf einem eigenen Server in Deutschland betreiben – dann verlassen die Daten Ihre Infrastruktur nur dort, wo Sie es festlegen. Für Personaldaten, Gesundheitsdaten oder Mandanteninformationen ist das oft das entscheidende Argument.

Was können sie mit KI?

Alle drei können Sprachmodelle wie GPT oder Claude aufrufen. n8n geht am weitesten: Es bringt eigene Bausteine für KI-Agenten, Vektordatenbanken und RAG mit, sodass sich auch mehrstufige KI-Abläufe mit eigenen Daten bauen lassen. Make und Zapier eignen sich gut für einfache KI-Schritte wie „E-Mail zusammenfassen“ oder „Text klassifizieren“.

Wo sind die Grenzen?

  • Zapier: bei komplexer Logik schnell unübersichtlich, Kosten wachsen mit jedem Schritt
  • Make: steilere Lernkurve, bei sehr hohem Volumen ebenfalls teuer
  • n8n: selbst gehostet braucht es jemanden, der Server, Updates und Backups betreut; die Lizenz ist „fair-code“ (Sustainable Use License) – für die eigene Nutzung im Unternehmen frei, nicht aber, um n8n als Dienst an Dritte weiterzuverkaufen

Meine Empfehlung

Für Einzelunternehmer mit zwei, drei einfachen Verknüpfungen: Zapier oder Make. Für Betriebe, die Automatisierung ernsthaft nutzen wollen, mit KI arbeiten oder sensible Daten verarbeiten: n8n, selbst gehostet in Deutschland. Und wer schon bei Zapier oder Make ist und die Rechnung steigen sieht: Ein Umzug lohnt sich meist ab einigen tausend Ausführungen im Monat.

Fragen

Häufige Fragen

Ist n8n kostenlos?

Selbst gehostet ist die Nutzung für den eigenen Betrieb kostenlos; es fallen nur Serverkosten an. Die Cloud-Version von n8n ist kostenpflichtig und richtet sich nach der Zahl der Ausführungen.

Ist n8n Open Source?

n8n ist „fair-code“: Der Quellcode ist offen und die interne Nutzung frei, die Lizenz (Sustainable Use License) schränkt aber den kommerziellen Weiterverkauf als Dienst ein. Im strengen Sinn ist es daher keine Open-Source-Lizenz.

Kann ich von Zapier zu n8n wechseln?

Ja. Die Abläufe werden in n8n neu gebaut, meist einfacher als vorher. Bei wenigen Dutzend Zaps ist das in ein bis zwei Wochen erledigt.

Welches Tool ist für KI-Agenten am besten?

n8n, weil es eigene Bausteine für Agenten, Werkzeuge, Speicher und Vektordatenbanken mitbringt und selbst gehostet keine Kosten pro Schritt verursacht.

Klingt das nach Ihrem Vorhaben?

Ein kurzes Gespräch reicht, um zu klären, was sinnvoll ist und was es ungefähr kostet. Danach entscheiden Sie in Ruhe.

Unverbindlich · Antwort am selben Werktag