Was kostet ein Baukasten wirklich?
Die Monatsgebühr ist nur ein Teil. Dazu kommen die Domain, oft kostenpflichtige Zusatzfunktionen wie Terminbuchung, Shop oder mehr Speicher, und vor allem Ihre eigene Zeit: Texte schreiben, Bilder auswählen, Seiten anlegen, rechtliche Angaben einbinden, später alles aktuell halten.
Rechnen Sie ehrlich mit: Zehn Stunden für eine einfache Seite sind schnell erreicht, zwanzig, wenn sie gut werden soll. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, was eine Stunde Ihrer Zeit sonst wert ist.
Wo stoßen Baukästen an Grenzen?
Die Gründe, aus denen Betriebe später wechseln:
- Ladezeit: Baukasten-Seiten laden viel Code, den die Seite gar nicht braucht, und sind auf dem Handy oft spürbar langsam
- Sichtbarkeit: Seitenstruktur, Titel und technische Details lassen sich nur eingeschränkt steuern
- Gestaltung: Was die Vorlage nicht vorsieht, geht nicht oder nur mit Umwegen
- Funktionen: Formulare mit eigener Logik oder Anbindungen an Ihre Software sind oft nicht möglich
- Umzug: Inhalte lassen sich meist nicht sauber exportieren – ein Wechsel heißt neu aufbauen
Wann reicht ein Baukasten völlig?
Für einen Verein, der Termine und Kontakt zeigen will, für ein Nebengewerbe, das gerade startet, oder für einen Betrieb, der ausschließlich über Empfehlungen arbeitet und online nur auffindbar sein muss. In diesen Fällen ist ein Baukasten eine vernünftige Wahl, und ich rate Ihnen nicht davon ab.
Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?
Bei mir beginnt eine einzelne Seite bei 690 €, eine Webpräsenz mit mehreren Seiten und Redaktionssystem bei 1.690 €, eine individuelle Website bei 3.900 €. Agenturen liegen meist deutlich darüber, mit Stundensätzen von üblicherweise 100 bis 180 €. Dafür bekommen Sie eine Seite, die auf Ihre Suchbegriffe ausgerichtet ist, schnell lädt und die Sie nicht selbst bauen mussten.
Laufend kommen Hosting und Domain dazu, und wer Updates und Änderungen abgeben will, eine Wartungspauschale. Die Seite gehört Ihnen, die Domain läuft auf Ihren Namen.
Wie läuft ein Umzug von Wix oder Jimdo ab?
Zuerst wird geklärt, wo die Domain registriert ist. Wurde sie über den Baukasten gekauft, muss sie zu einem anderen Anbieter umziehen, dafür gibt es einen Freigabecode. Dann wird die neue Seite aufgebaut, Inhalte werden übernommen und dort überarbeitet, wo es nötig ist.
Wichtig sind die Weiterleitungen: Jede alte Adresse, die bei Google gefunden wird, zeigt auf die passende neue Seite. Erst wenn alles steht, wird die Domain umgestellt, ohne dass die Seite zwischendurch offline ist. Ihre E-Mail-Adressen bleiben davon unberührt, wenn sie nicht beim Baukasten liegen; sonst ziehen sie mit um.